Bauart und Funktion pneumatischer Schwenkantriebe

Der Schwenkantrieb ist ein pneumatischer Doppelkolben-Antrieb, der vorrangig zur Betätigung von Klappen und Kugelhähnen konzipiert wurde. Er ist doppeltwirkend und federrückstellend (einfachwirkend) lieferbar. Das Doppelkolbenprinzip ermöglicht ein hohes Drehmoment bei kleinstmöglichen Außenabmessungen. Der Schwenkwinkel ist mit der serienmäßigen Endlageneinstellung um ±6° einstellbar.

Bauart

Durch das Doppelkolbenprinzip wird die Kraft der sich gegenläufig bewegenden Kolben über zwei mit den Kolben fest verbundenen Zahnstangen auf ein gemeinsames Ritzel übertragen. Durch dieses Prinzip ist ein linearer Drehmomentverlauf über den gesamten Hub gewährleistet.

 

Funktion doppeltwirkend – Typ ED

Über den Anschluss „A“ wird der Innenraum zwischen den beiden Kolben mit Druck beaufschlagt. Die Kolben bewegen sich auseinander. Die Kraft beider Kolben wird über die Zahnstangen auf das Ritzel „C“ übertragen. Wird der Anschluss „B“ beaufschlagt und „A“ entlüftet, werden die beiden äußeren Kammern mit Druck beaufschlagt und die Kolben bewegen sich zueinander. Mit den Endlagen-Einstellschrauben „D“ kann nach Lösen der Muttern „E“ der Schwenkwinkel eingestellt werden. Die Einstellung wird mit den Muttern „E“ gekontert. Ritzel und Kolben sind im Normalfall wie dargestellt montiert.

 

Funktion federrückstellend – Typ EE

Über den Anschluss „A“ wird der Innenraum zwischen den beiden Kolben mit Druck beaufschlagt. Die Kolben bewegen sich auseinander und pressen die Federn zusammen. Die Kraft beider Kolben wird über die Zahnstangen auf das Ritzel „C“ übertragen. Wird der Anschluss „B“ nicht mit Druck beaufschlagt, werden die Kolben bei Entlüften des Anschlusses „A“ durch die Federkraft in die Grundstellung zurückgestellt. Mit den Endlagen-Einstellschrauben „D“ kann nach Lösen der Muttern „E“ der Schwenkwinkel eingestellt werden. Die Einstellung wird mit den Muttern „E“ gekontert. Die Federpakete können an die Betriebsverhältnisse angepasst werden.